Der Weg zum eigenen Jagdschein
Generelles:

Die Jungjäger-Ausbildung bietet 

  • Eine gründliche Ausbildung durch 8 Monate Lehrgangsdauer

  • Eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis

  • Erfahrene und versierte Ausbilder

  • Ein modernes Schulungskonzept

Pro Kurs werden maximal 20 Teilnehmer ausgebildet. Dadurch ist eine gründliche Betreuung der Ausbildungsteilnehmer gewährleistet.

Voraussetzungen

Grundlage zur Beantragung eines Jagdscheines in Deutschland ist die Teilnahme an einem anerkannten Ausbildungslehrgang. Ein solcher Lehrgang wird von der hiesigen Jäger- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg e.V. Fulda angeboten.

 

Rechtliche Voraussetzungen zur Teilnahme am Jagdscheinkurs sind ein Mindestalter von 16 Jahren am 30. Juni des jeweiligen Prüfungsjahres sowie ein strafrechtlich unbelastetes Vorleben.

Zeitrahmen

Der Jungjägerkurs unseres Vereines umfasst einen Zeitraum von etwa acht Monaten, beginnend im September eines jeden Jahres. Die nachfolgende Prüfung findet stets in den Monaten April / Mai des Folgejahres statt.

Theoretische Ausbildung

Der theoretische Unterricht findet stets Dienstags und Donnerstags am Abend, gelegentlich auch Samstag-Vormittags im Forstamt Fulda, Gerloser Weg 4, in Fulda statt. In diesem werden Inhalte zu folgenden Themenbereichen vermittelt

 

  • Wildbiologie (Tierarten und Lebensräume)

  • Jagdbetrieb (Wildhege, Jagdmethoden, Jagdhunde, Wildkrankheiten)

  • Waffen (Waffentechnik, Führen von Waffen)

  • Recht (Grundsätze der Jagd, Jagdrecht, Naturschutzrecht, Waffenrecht)

 

Versierte und geschulte Ausbilder vermitteln den Stoff anhand eines vorliegenden Lernsystems, unterstützt durch moderne Technik.

 
 
Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt in Jagdrevieren des Landkreises Fulda. Hier werden praktische Veranstaltungen angeboten

  • Gesellschaftsjagden

  • Zerwirken von Wild

  • Revierexkursionen

  • Hochsitzbau

  • Wildkochkurs

  • Fallenlehrgang

  • Herbst- und Nachtansitz

  • und vieles mehr...

 
Schießausbildung

Zusätzlich zum theoretischen Unterricht beginnt ab Mitte Oktober die praktische Schießausbildung auf dem Schießstand „Rosskuppe“ in Hünfeld-Dammersbach.

 

Das sichere Schießen mit der Kugel gehört ebenso zu den Anforderungen wie der Schrotschuss auf den sogenannten „Kipphasen“.

 

Vereinseigene Waffen werden den Teilnehmern hierzu selbstverständlich gestellt. Munition kann erworben werden.

Kosten

 

Vom Verein wird eine einmalige Kursgebühr

in Höhe von 690,00 € erhoben.

 

Darin sind alle theoretischen, praktischen und

schießpraktischen Unterrichte sowie ein

Fallenlehrgang enthalten.

Zudem gibt es für die Kursteilnehmer zu Beginn des Lehrgangs eine Fleecejacke des Vereins.

 

Munition und Literatur müssen zusätzlich gezahlt werden, da diese beiden Komponenten individuell sehr unterschiedlich ausfallen können.

 

Vom Landkreis Fulda wird zur Durchführung der Prüfung eine Gebühr in Höhe von 180,00 € erhoben.

 

Für die Dauer des Kurses ist eine Jungjägerhaftpflichtversicherung abzuschließen. Diese kostet einmalig 5,00 €.

 

Mit der Teilnahme am Ausbildungslehrgang werden Sie Mitglied in unserem Verein. Das Beitrittsjahr ist kostenfrei; anschließend wird ein Jahresbeitrag in Höhe von 55,00 € erhoben.

Jagdschule oder JGV ?

 

Sicher stellt sich früher der/die Eine oder Andere die Frage "Sollte ich vielleicht doch lieber zu einer privaten Jagdschule gehen?"

 

Wie immer im Leben gibt es auch hier 2 Seiten einer Medaille. Lassen Sie uns versuchen, in Kürze, ohne Ideologie oder Dogmatismus, ein paar Denkanstöße als Entscheidungshilfe zu geben.

Sind Sie im Berufsleben sehr stark eingespannt und viel auf Reisen, mitunter auch an Wochenenden, unterwegs, ist die Ausbildung in einer privaten Jagdschule eine gute bis sehr gute Option. Dem klassischen Ausbildungskurs in einem Jagdverein werden Sie, aus terminlichen Gründen, nur schwer folgen können. 

Allerdings ist auch hier von Crashkursen wie "Der komplette Jagdschein in nur 2 oder 3 Wochenenden" dringend abzuraten. Sie mögen dann das gewünschte Dokument in der Hand haben, aber mehr auch nicht. Jagdlich praktische Grundkenntnisse werden Ihnen, aus Ermangelung an Zeit, fehlen.

Suchen Sie sich also eine seriöse Jagdschule und planen Sie mindestens 6-8 Wochenenden plus einer Intensiv-Abschlußwoche mit anschließender Prüfung ein. So bekommen Sie zumindestens ein halbwegs gutes Fundament, um in die Jagd einzusteigen.

Ein wesentlicher Wermutstropfen beim Besuch einer privaten Jagdschule, sind die dann später vor Ort ggf. fehlenden persönlichen Kontakte in der Jägerschaft. Diesen Aspekt sollten Sie ebenfalls bedenken.

Nachdem Sie in einer privaten Jagdschule den Jagdschein erworben haben, suchen Sie sich ein Revier, in dem Ihnen ein jagdlich erfahrener Mensch (weiblich odr männlich) offen und mit Rat und Tat zur Seite steht. Früher gab es hier den Lehrprinzen, einen aktiven Mentor für den noch ungeübten und unerfahrenen Jungjäger (und das sind Sie in diesem Fall, auch wenn Sie bereits Anfang 50 sein sollten). Fassen Sie langsam und sorgfältig Fuß im jagdlichen Alltag.

Erlaubt Ihnen Ihre berufliche und private Situation den Besuch eines Jungjägerkurses im JGV, dann sollten Sie diesen Weg auch unbedingt wahrnehmen. Durch die längere Dauer des Kurses und die intensivere praktische Ausbildung, verfestigt sich das jagdliche Wissen wesentlich besser. 

Zudem lernen Sie Ihren örtlichen Jagdverein und alle involvierten Institutionen gut kennen und erhalten schon früh die Möglichkeit, wichtige Kontakte für die jagdliche Zukunft zu knüpfen. Das Bild, welches sich Ihnen für den zukünftigen Jagdbetrieb eröffnet, ist wesentlich vollständiger als beim Besuch einer privaten Jagdschule. 

Um ein umfangreiches und sicheres Wissen aus allen Gebieten der Jagdkunde und die nötige Handhabungssicherheit im Umgang mit Waffen und beim jagdlichen Schießen zu erlangen, ist  eine regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen unabdingbar (und wird auch von uns gefordert).

Aber auch für Jungjäger, die das "Grüne Abitur" beim JGV absolviert haben gilt, was für die Absolventen von privaten Jagdschulen gilt: Suchen Sie sich für Ihren jagdlichen Einstieg einen Mentor! Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Mitgeschöpfen und Schußwaffen zeichnet den verantwortungsvollen Jäger aus, nicht eine hohe Zahl des erlegten Wildes!

Geschäftsstelle J.G.V.

Tonkaute 8

36041 Fulda-Johannesberg

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