Jungjägerausbildung 2016–2017
Wie in den Vereinsnachrichten 2016 veröffentlicht, hatten sich 20 Teilnehmer zum
Jungjägerlehrgang 2015–2016 angemeldet und diesen auch bis zur Prüfung durchgängig absolviert. Alle Teilnehmer bestanden zudem die Prüfung, sodass inklusive der Herbstprüfung eine Erfolgsquote von 100% erzielt werden konnte.
 
Der Jägerschlag fand bei herbstlichem Wetter auf einer Freifläche in der Nähe des Stellberges in der Rhön statt.
Übrigens: Die Teilnehmer dieses Lehrgangs absolvierten die Prüfung noch nach der
„alten“ J.gerprüfungsordnung. Vielen Dank an dieser Stelle an die engagierten Ausbilder, ohne deren Zutun dieses Ergebnis sicher nicht hätte erzielt werden können.
Der neue Lehrgang 2016–2017 startete im September mit wiederum 20 Teilnehmern, wobei sich diese Zahl zwischenzeitlich auf 19 reduziert hat.
Obwohl es sich auch bei diesen angehenden „Grünröcken“ um eine engagierte Truppe handelt, ist der diesjährige Lehrgang trotz guter Vorbereitung eine Fahrt „ins Blaue“.
Durch die neue Hessische Jagdverordnung haben sich auch weitreichende Änderungen für die Jungjägerausbildung ergeben, deren langwieriges Procedere nun die Anwärter und Ausbilder ausbaden dürfen.
 
So findet die schriftliche Prüfung nunmehr im „Multiple-Choice-Verfahren“ statt, d.h., jeder Prüfling beantwortet den Fragebogen durch Ankreuzen von vorgeschlagenen Antwortmöglichkeiten – ähnlich dem Verfahren beim Führerschein.
 
Die in der alten Prüfungsordnung festgeschriebene und lange bewährte Methode der freitextlichen Antworten bot im Rahmen der Prüfung stets die Möglichkeit, halbe Punkte zu ergattern und eröffnete auch den Prüfern einen entsprechenden Handlungs- bzw. Auslegungsspielraum – dies ist nun passé.
 
Zudem ist meiner Auffassung nach zu erwarten, dass in Zukunft Fragen nur noch stur auswendig gelernt und nicht mehr tiefgründig hinterfragt werden.
 
Jagdschein im Ankreuzverfahren, basierend auf einem festgelegten Fragenkatalog.
 
Doch wo bleibt dieser in Aussicht gestellte Katalog?
 
Bis Mitte Januar 2017, also drei Monate vor der Prüfung, standen lediglich die
Fragen der Sachgebiete 1 und 2 den Prüflingen zur Verfügung. Über den Rest hüllte sich das Regierungspräsidium bzw. das Umweltministerium in Schweigen und ließ die Prüflinge im Regen stehen.
 
Eine weitere Hürde stellt nun auch das Prüfungsschießen auf den laufenden Keiler dar – neben Kipphase, Überläuferscheibe auf 100 Meter sitzend und Bockscheibe auf 100 Meter stehend angestrichen. Hinzu kommen die Schießnachweise im Kurzwaffenschießen.
 
Diese Änderung und Mehrbelastung stellen die Schießausbilder vor zusätzliche Belastungen.
 
Doch von all diesen ungewissen Umständen ließen wir uns nicht ins Bockshorn jagen und so stand auch den Anwärtern des Kurses 2016–2017 ein abwechslungsreiches Lernangebot zur Verfügung:
 
Revierexkursion zum Kennenlernen zu Beginn des Kurses, Herbstansitz,
Praxistag Jagdmethoden, Anschussseminar, Hundedemonstration und vieles mehr standen wieder auf dem Programm.
 
Besonderen Dank an dieser Stelle den Herren David Nöllenheidt und Joachim Götz, die den Jungjägeranwärtern in ihren Revieren die Möglichkeit der Teilnahme
an einer Drückjagd auf Hochwild bzw. einer Treibjagd auf Niederwild ermöglichten!
Zur weiteren Qualitätssteigerung des Jungjägerkurses wurden im laufenden Jahr die von den Herren Werner Krampe und Joachim Klug zur Verfügung gestellten
Präparate in Vitrinen aus Kernbuche-Massivholz untergebracht und haben im
Treppenaufgang des Ausbildungsraumes im Forstamt Fulda einen angemessenen
Platz gefunden.
Liebe Leser, wie Sie sehen, blicken wir in puncto Jungjägerausbildung in eine teils
ungewisse Zukunft und versuchen, diese durch engagierte Arbeit sowie ein gutes
Kurskonzept positiv zu gestalten.
 
Die junge Jägergeneration ist unsere Zukunft! Das Interesse am Jagdschein ist nach wie vor ungebrochen. Sowohl für den im September 2017 beginnenden Kurs als auch den Folgelehrgang ab September 2018 liegen schon Anmeldungen vor!
 
Der Informationsabend zum diesjährigen Lehrgang findet am Dienstag, 15. August 2017, 19:30 Uhr im Forstamt Fulda statt.
 
Der Vereinsvorstand, die Lehrgangsleitung des Jungjägerkurses und dessen Ausbilder wünschen allen aktuellen Kursteilnehmern viel Erfolg bei der anstehenden Prüfung und wünschen hierzu viel Waidmannsheil!

Geschäftsstelle J.G.V.

Tonkaute 8

36041 Fulda-Johannesberg

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