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Veränderungen im Bläsercorps der JGV

01.05.2019

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Wolf sorgt für steigende Wildschäden

Foto: Rolfes/DJV
 
Die Züllsdorfer Jäger (Landkreis Elbe-Elster) sind besorgt über die Zunahme von Wildschäden vor dem Hintergrund einer wachsenden Wolfspopulation. 
 

Michendorf, 17.08.2016. 

Ausgangspunkt der Besorgnis war die Höhe der Wildschäden in der Züllsdorfer Feldflur.

 

„Trotz erhöhter Aktivität schaffen es unsere Jäger kaum noch, die Schäden in erträglicher Höhe zu halten.“, schrieb Jagdvorsteher Höhne dem Minister.

 

Zur Erklärung fügte er hinzu, dass sich mit der Etablierung eines Wolfsrudels in der Annaburger Heide insbesondere das Rotwild anders verhält. Die weiblichen Tiere – Kahlwild genannt – bilden Großrudel von 70 bis 120 Stück und sind bereits tagsüber auf den Feldern aktiv.

 

Außerdem wechselt das Wild die aufgesuchten Flächen ständig und unvorhersehbar. Sobald die Jäger feststellen, dass das Großrudel da war, sei es in den meisten Fällen schon zu spät. Und niemand könne erwarten, dass die Jäger täglich rund um die Uhr an allen gefährdeten Flächen anwesend sind.

 

Ein solches Rudel richtet in nur zwei Stunden einen riesigen Schaden an. Die Jäger haben sich in ihren Jagdpachtverträgen verpflichtet, für Wildschäden aufzukommen.

 

Damals war die Rückkehr der Wölfe aber noch nicht vorherzusehen, die Bedingungen haben sich inzwischen grundlegend geändert. Die laut Gesetz langfristig abzuschließenden Verträge gelten aber weiter, und so kommt es für die Jäger zu starken finanziellen Belastungen.

 

Das Landwirtschaftsministerium wurde um brauchbare Antworten gebeten. Jagdvorsteher Höhne stellte klar, dass die Züllsdorfer mehr erwarten, als die von Euphorie geprägte Wolfskampagne der Vergangenheit.

 

Diese Hoffnung wurde enttäuscht. In seiner Antwort äußerte das Landwirtschaftsministerium zwar symbolisch Verständnis für die Sorgen der Betroffenen vor Ort, darüber hinaus ist dem Schreiben jedoch nichts zu entnehmen, was auch nur im Ansatz problemlösend wirken könnte

 

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